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2002

Januar: Spatenstich mit Bundesminister Scharping

Nach Abschluss der ersten vorbereitenden Erdarbeiten Ende des vergangenen Jahres, wurde nun am 8. Januar 2002 mit dem offiziellen 'ersten Spatenstich' der eigentliche Ausbau eingeleitet.Im Beisein zahlreicher Vertreter der Politik, der öffentlichen Verwaltungen, der beteiligten Baufirmen und Ingenieurbüros sowie der Bevölkerung wurde von Bundesminister Rudolf Scharping und dem rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage die symbolische erste Erdbewegung mit dem Spaten durchgeführt.

In Ihren Reden betonten sowohl Scharping als auch Bauckhage die enorme Bedeutung der nun begonnenen Maßnahme. Man erhoffe sich vom Ausbau des, mit etwa 80.000 Fahrzeugen pro Tag belasteten, Autobahnabschnittes zwischen dem Autobahnkreuz bei Marienborn und der Weisenauer Rheinbrücke Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, die ohne funktionierende verkehrliche Infrastruktur nicht zu erreichen seien.

Hans-Artur Bauckhage wies darauf hin, dass der Ausbau unter Verkehr erfolgen müsse und daher sehr kompliziert und aufwendig sei. Über die achtjährige Bauzeit würden aber immer vier Fahrstreifen zur Verfügung stehen, so dass er die Hoffnung habe, dass größere Behinderungen für den Verkehr ausbleiben.

Weiterhin erläuterte Bauckhage, dass nicht über die gesamte Bauzeit auf dem ganzen Abschnitt zwischen Marienborn und Rheinbrücke gearbeitet werde. Einzelne Abschnitt werden schon sehr viel früher fertiggestellt sein und sich positiv auf den Verkehrsfluss auswirken.Die Verbreiterung zwischen Marienborn und Hechtsheim soll beispielsweise bis zum Jahr 2003 abgeschlossen sein.

Bis dahin wird auch die neue Anschlussstelle Hechtsheim West und die daran anschließende städtische Westumgehung für das Gewerbegebiet Hechtsheim dem Verkehr zur Verfügung stehen.


Bürgermeister Norbert Schüler betonte, dass aus Sicht der Stadt Mainz der nun begonnene Ausbau zwischen Autobahnkreuz und Rheinbrücke nur der erste Abschnitt sei und dass die weitere Strecke zwischen Marienborn und Heidesheim ebenso dringend ausgebaut werden müsse.



Januar: Verkehrsverlegung und Beginn der Aufbrucharbeiten

Mit der nun erfolgten Verlegung des Autobahnverkehrs auf die Behelfsfahrbahnen schreiten die Arbeiten nach der Zwangspause - die durch die für unsere Region ungewöhnlich kalte und schneereiche Witterung bedingt war - wieder voran. Nachdem der Schnee von den Fahrbahnen verschwunden war, konnte ab dem 21. Januar mit dem Aufbringen der provisorischen (gelben) Fahrbahnmarkierungen fortgefahren werden. Hierzu waren trockene Fahrbahnen und dauerhaft Temperaturen über dem Gefrierpunkt notwendig.

Ab Mittwoch, den 23. Januar, konnte der Vekehr dann auf die provisorischen Fahrbahnen - die schon im letzten Jahr fertiggestellt wurden - verlegt werden. Damit war die alte Fahrbahn Richtung Bingen verkehrsfrei, so dass die Baugeräte anrücken konnten.

Obwohl die Behelfsfahrbahnen in ihren Spurbreiten gegenüber den ursprünglichen Fahrbahnen etwas eingeschränkt werden mussten, ist festzustellen, dass der Verkehr erfreulich flüssig läuft.

Behinderungen gibt es derzeit weiterhin an der Weisenauer Rheinbrücke bzw. zwischen den Anschlussstellen Laubenheim und Ginsheim-Gustavsburg.

Unmittelbar, nachdem die Fahrbahn Richtung Bingen frei war, rückten schon die Baugeräte an. Derzeit wird die alte Betonfahrbahn aufgebrochen und per LKW zu einer Recycling-Anlage gefahren. Nach der Aufbereitung wird der Beton beim Ausbau der A 60 wiederverwendet.

Neben den Aufbrucharbeiten auf den Fahrbahnen werden derzeit die Vorbereitungen zum Abbruch und Neubau der Wirtschaftswegeunterführung am "Pappelhof" getroffen. Sichtbares Zeichen ist der nun dort aufgestellte rote Turmdrehkran. Parallel dazu werden längs der Autobahn bereits die neuen Kanäle für die neue Autobahnentwässerung verlegt.


Auch an der zukünftigen Anschlussstelle Hechtsheim West - die später vor allem das Hechtsheimer Gewerbegebiet und das rheinhessische Hinterland erschießen soll - wird kräftig gearbeitet. Die nördlichen Rampen der neuen Anschlussstelle werden unter der Autobahn hindurchgeführt, hierzu muss ein Unterführungsbauwerk errichtet werden. Die Arbeiten hierzu laufen ebenfalls parallel zu den Arbeiten an den neuen Kanälen und dem Aufbruch der alten Fahrbahn.




Feburar: Wiederverwertung der alten Betonfahrbahn

Der beim Aufbruch der alten Fahrbahnen anfallende Beton wandert nicht auf eine Deponie, sondern wird in einer Brech- und Siebanlage aufbereitet. Anschließend steht das hochwertige Material zum Wiedereinbau in der Frostschutzschicht - also im Unterbau der neuen Fahrbahnen - zur Verfügung. Das spart nicht nur Geld sondern schont auch die Umwelt, da kein neuer Baustoff in einem Steinbruch gewonnen und per LKW über weite Strecken angefahren werden muss. Die in den alten Betonfahrbahnen eingebauten Bewehrungseisen werden ebenfalls zurückgewonnen und gehen wieder in die Stahlproduktion.



Februar: Neubau Wirtschaftswegeunterführung am "Pappelhof"

Die Verbreiterung der Autobahn auf sechs Fahrstreifen plus Standstreifen führt dazu, dass auch die Unterführungen der querenden Straßen dem neuen Maß angepaßt werden müssen. So auch die Unterführung des Wirtschaftsweges am Pappelhof. Da das Bauwerk in die Jahre gekommen und nicht mehr in bestem Zustand ist, scheidet in diesem Fall der Anbau einer Verbreiterung aus. Die Unterführung wird abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt.

In den letzten Tagen wurde ein erster Teil der alten Unterführung bereits abgerissen und Vorbereitungen für den Neubau getroffen. Nach Fastnacht wird die nördliche Hälfte der alten Unterführung - auf der früher der Verkehr Richtung Bingen lief - endgültig abgerissen. Während der Abrissarbeiten wird der Wirtschaftsweg aus Sicherheitsgründen wieder für zwei bis drei Tage gesperrt werden müssen.


Februar: Bau der neuen Anschlussstelle Hechtsheim-West begonnen

Zwischen dem Autobahnkreuz Mainz-Süd und der heute bereits bestehenden Anschlussstelle Hechtsheim entsteht mit der neuen Anschlussstelle Hechtsheim-West ein weiterer Anknüpfungspunkt an die Autobahn.


Mit der neuen Anschlussstelle soll neben dem Hechtsheimer Gewerbegebiet vor allem das rheinhessische Hinterland besser erschlossen werden. Im Frühsommer 2002 werden von der Stadt Mainz die Arbeiten zum Bau der sogenannten "Westumgehung des Gewerbegebiets Hechtsheim" fast zeitgleich mit dem Bau der neuen Anschlussstelle aufgenommen.


Die Westumgehung wird in Höhe der Gärtnerei Fuchs an die Rheinhessenstraße anschließen und so Hechtsheim entlasten, da Verkehrsteilnehmer mit dem Ziel Autobahn diese über die neue Umgehung verkehrsgünstiger erreichen können.


Seit dem 4. Februar laufen die Arbeiten für die zukünftige Unterführung der Anschlussstelle. Mit Hilfe eines Großbohrgerätes werden 14 m tiefe Stahlbetonpfähle mit einem Durchmesser von 1,2 m in das Erdreich gebracht. Auf diesen tiefen Pfählen ruht später die Brücke, die die Autobahn über die Fahrbahn der Anschlussstelle führen wird.



Februar: Blindgängerentschärfung an der Anschlussstelle Weisenau

Eine leere A 60 ganz ohne Verkehr ist ein sehr seltener Anblick. Bei systematischen Kampfmittelerkundungen, die im Vorfeld des Autobahnausbaus durchgeführt wurden, war man auf einen Blindgänger gestoßen.


Nach vorausgegangener Auswertung von Luftbildern aus dem Jahr 1945 durch den rheinlandpfälzischen Kampfmittelräumdienst, mussten einige Bereiche im geplanten Baufeld als kampfmittelverdächtig eingestuft werden. Bevor die Baufirmen ihr Tätigkeit aufnehmen, werden die Verdachtsflächen von einer Spezialfirma erkundet. An der Anschlussstelle Weisenau wurde man heute fündig. Nach ersten Untersuchungen der in drei Meter Tiefe liegenden 125 kg schweren Fliegerbombe war nicht sicher, ob sie vor Ort entschärft werden konnte. Daher musste nicht nur die Autobahn für beide Fahrtrichtungen ab 14.30 Uhr voll gesperrt, sondern es musste sogar eine Evakuierung sämtlicher im Umkreis von 500 Metern liegenden Gebäude vorbereitet werden.


Nach eingehender Untersuchung des zwischenzeitlich freigelegten Fundes, konnte der Kampfmittelräumdienst eine Teilentwarnung geben. Nun stand fest, dass der Blindgänger am Fundort entschärft und auf eine weitergehende Evakuierung verzichtet werden konnte. Der Blindgänger wurde erfolgreich entschärft.


Trotz der notwendig gewordenen Vollsperrung der A 60 blieb, nach einer ersten Einschätzung der Polizei, das ganz große Verkehrschaos aus. Am Mainspitzdreieck staute sich der Verkehr auf einer Länge von drei Kilometern. Auf der A 63 vor Marienborn und am Autobahndreieck bei Finthen, waren etwa zwei Kilometer Stau zu verzeichnen. Auf den Hauptverkehrsstraßen innerhalb der Stadt kam der Feierabendverkehr allerdings zeitweilig zum Erliegen.




März: Erneuter Kampfmittelfund glücklicherweise nicht so brisant

Bei der weiterhin entlang der A 60 durchgeführten Kampfmittelerkundung wurden in der vergangenen Woche mehrere Verdachtspunkte geortet. Nach näherer Untersuchung verblieben noch zwei Stellen, an denen recht konkret mit Blindgängern gerechnet werden musste. Die übrigen ursprünglichen Verdachtspunkte erwiesen sich als Fundstellen von größeren Metallteilen wie Wagenheber, Stahlrohre und Stahlbetonfundamente, die bis knapp 50 Zentimeter unter der Erdoberfläche angetroffen wurden.


Zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst, der Polizei, den Rettungskräften und dem städtischen Ordnungsamt - das in solchen Fällen die Leitung und Koordinierung übernimmt - wurde vereinbart, die beiden Verdachtspunkte in einer konzentrierten Aktion am Samtstag, den 9. März, weitergehend zu untersuchen. Würde sich der Verdacht auf Bombenblindgänger bestätigen, sollte Sonntags ab 9.00 Uhr die Entschärfung erfolgen.

Diese Vorgehensweise wurde vereinbart, da keine akute Gefahr bestand und nicht sofort gehandelt werden musste. So konnte der eventuell notwendig werdende Einsatz der Polizei- und Rettungskräfte und Umleitungsstrecken für den Verkehr gezielt geplant werden.

Auf Grund der wesentlich geringeren Verkehrsbelastung am Wochenende, war damit zu rechnen, dass die Auswirkungen auf den städtischen- und den auf der Autobahn laufenden Verkehr verträglicher sein werden, als bei einer Entschärfung unter der Woche.

Samstags wurde ab 15.00 Uhr mit der näheren Untersuchung der beiden Verdachtspunkte begonnen. Gegen 17.00 Uhr konnte durch den Kampfmittelräumdienst Entwarnung gegeben werden. Statt der im Untergrund befürchteten Sprengbomben wurden Stabbrandbomben gefunden, von denen keine unmittelbare Gefahr ausging, so dass sie direkt beseitigt werden konnten, ohne dass das Umfeld evakuiert werden musste.

Da weiterhin baubegleitend nach Kampfmitteln aus dem zweiten Weltkrieg gesucht wird, ist durchaus damit zu rechnen, dass doch noch einmal gefährlichere Munitionsreste gefunden werden, die dann wieder weitergehende Maßnahmen wie zum Beispiel die Evakuierungen der im Sicherheitsbereich wohnenden Bevölkerung erforderlichen machen.



März: Sperrung der Schiersteiner Brücke im Verlauf der A 643

Die Vorlandbrücke Schierstein im Zuge der BAB A 643 ist mit einer Länge von 2016 Metern die längste Autobahnbrücke in Rheinland-Pfalz. Mit einer Verkehrsbelastung von etwa 80.000 Fahrzeugen pro Tag (bei einem LKW-Anteil von über 6.000 Fahrzeugen) ist sie überdurchschnittlich stark belastet. An einer Übergangskonstruktion (Dehnfuge) im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Mombach traten in jüngster Zeit häufig Schäden auf, die zum Teil die Verkehrssicherheit gefährdeten. Es handelte sich hierbei um Brüche in dem Bauteil, das zwei benachbarte Brückenabschnitte im Fahrbahnbereich miteinander verbindet und die Längenänderung der Brücke infolge Temperaturschwankungen oder Verkehrsbelastung aufnehmen muss. Die heutige Übergangskonstruktion wurde vor etwa 20 Jahren eingebaut. Die seinerzeit bei der Bemessung zugrundegelegten Belastungen (Achslasten, Anzahl der Überfahrten) wurden von der stark gestiegenen Verkehrsentwicklung zwischenzeitlich überholt, so dass die Konstruktion den Anforderungen nach heutigen Maßstäben nicht mehr genügt.


Seit Mitte Dezember 2001 mussten im Rahmen von Notmaßnahmen bereits fünf Reparaturen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Hierbei kam es regelmäßig zu massiven Beeinträchtigungen des Verkehrs auf der BAB A 643, da zur Reparatur der jeweils betroffene Fahrstreifen für ein bis zwei Tage gesperrt werden musste. Ein umgehender Austausch der Übergangskonstruktion ist aufgrund der Häufung der Schäden somit unumgänglich.


Das Autobahnamt Montabaur beabsichtigt, den Austausch der gesamten Übergangskonstruktion an einem einzigen Wochenende unter Vollsperrung der Autobahn in beiden Richtungen durchzuführen. Der Fernverkehr wird dabei durch entsprechende Hinweistafeln großräumig über die BAB A 60 (Rheinbrücke Mainz-Weisenau) umgeleitet. Der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Mainz-Mombach und Mainz-Gonsenheim wird wie folgt geführt:

AS Mainz-Mombach, Mombacher Kreisel, L 423 (In der Dalheimer Wiese), an der Ampel links in die K 16, direkt wieder rechts in die Kreuzstraße, weiter geradeaus in die Obere Kreuzstraße und dort dann links in die AS Mainz-Gonsenheim. Der Gegenverkehr wird auf den gleichen Straßen in umgekehrter Richtung geführt. Auch diese Umleitungsstrecken werden durch eine entsprechende Beschilderung gekennzeichnet.


Als Ausführungszeitpunkt wurde in Abstimmung mit den zuständigen Behörden das erste Wochenende in den Osterferien (22. bis 25.03.2002) bestimmt, da in dieser Zeit das Verkehrsaufkommen auf der BAB A 643 deutlich niedriger als zu anderen Zeiten liegt. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die A 643 zum großen Teil von Berufspendlern genutzt wird und der Verkehr am Wochenende und in Ferienzeiten deutlich nachlässt.


Ein Auswechseln der Übergangskonstruktion in Teilabschnitten ist nicht möglich, da die Fahrbahnbreiten auf dem Bauwerk die Einrichtung einer Verkehrsführung mit wechselseitiger Sperrung je eines Fahrstreifens pro Richtungsfahrbahn nicht zulassen. Aber auch in technischer Hinsicht würde die stückweise Erneuerung keine Vorteile bringen, da die über die gesamte Brückenbreite durchlaufende Übergangskonstruktion mit Fugen ausgeführt werden müsste, welche erfahrungsgemäß immer Schwachpunkte darstellen, die früher oder später zu erneuten Schäden führen. In technischer Hinsicht sowie mit Blick auf die Minimierung der zu erwartenden Verkehrsbehinderungen kommt somit nur ein Auswechseln im Rahmen einer Vollsperrung der Autobahn in Betracht.

Hierzu wurde vom Autobahnamt Montabaur in Abstimmung mit den ausführenden Firmen ein minutiöser Zeitplan entwickelt, der gewährleistet, dass der Verkehr am

Montag, 25.03.2002 ab 5:00 Uhr wieder ungestört in beiden Fahrtrichtungen fließen kann. Die vorbereitenden Maßnahmen werden am 22.03.2002 gegen 5:00 Uhr durch die schrittweise Sperrung einzelner Fahrstreifen eingeleitet, um dann ab 17:00 Uhr im Schutz der bis dahin eingerichteten Vollsperrung der Autobahn durch entsprechenden Einsatz von Personal und Maschinen im Schichtbetrieb rund um die Uhr die gesamte Maßnahme bis in die Nacht zum Montag abzuschließen. Die Gesamtkosten für diesen außergewöhnlichen Wochenendeinsatz werden vom Autobahnamt mit etwa 330.000 Euro veranschlagt.


Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die zulässige Geschwindigkeit für den Schwerverkehr für etwa eine Woche auf 60 km/h beschränkt, um zu gewährleisten, dass die frisch einbetonierte Konstruktion durch die beim Überfahren mit höheren Geschwindigkeiten auftretenden Belastungen nicht geschädigt wird.




April: Aktuelle Verkehrsmeldungen "online" verfügbar

Den Benutzern der Internetseite zum Ausbau des Mainzer Ringes steht seit Anfang April ein weiteres Informationsangebot zur Verfügung.

Neben den - unter dem Navigationspunkt Aktuelles angebotenen - Informationen zu Eingriffen in den Verkehr auf der Autobahn und dem städtischen Straßennetz, findet der interessierte Internet-Benutzer unter Verkehr die sonst im Verkehrsfunk verlesenen Störungsmeldungen nun auch auf der Internetseite.

Die in einer übersichtlichen Grafik dargestellten und zusätzlich textlich beschriebenen Störungen werden alle zehn Minuten automatisch aktualisiert. Somit kann sich ein Verkehrsteilnehmer, der eine Fahrt auf der A 60 plant, unabhängig von den meist halbstündlich verlesenen Radiomeldungen jederzeit aktuell über den Verkehrszustand auf den Mainzer Autobahnen informieren.

Dieses weitere Informationsangebot versetzt die ortskundigen Verkehrsteilnehmer in die Lage, ihre Fahrstrecken kurzfristig - entsprechend der aktuellen Verkehrssituation - zu planen und etwaige Behinderungen besser zu umfahren.




Juni: Sperriges "Baumaterial" für die Anschlussstelle Hechtsheim

Anfang Juni wurde der Unterbau einer Behelfsbrücke montiert. Die jeweils 35 Meter langen und mehr als fünf Tonnen schweren Stahlträger wurden per LKW am Stück angeliefert. Das Abladen und das Auflegen der Träger auf die Stützen der Hilfsbrücke erfolgte mit einem Mobilkran.

Um die Arbeiten durchführen zu können, musste die Abfahrt aus Richtung Bingen und die Auffahrt in Richtung Frankfurt gesperrt werden. Die Umleitung des Verkehrs erfolgte über die benachbarte Anschlussstele Weisenau bzw. über das Autobahnkreuz Mainz Süd. Da die Anschlussstelle Hechtsheim an normalen Werktagen verkehrlich stark belastet ist, konnten die Arbeiten nur an einem Wochenende erfolgen. Eine Sperrung der Ab- bzw. Auffahrten hätte unter der Woche zu enormen Staus geführt.


Freitagabend, den 7. Juni, begannen die Arbeiten ab 19.00 Uhr mit der Sperrung der Anschlussstelle. Über Nacht erfolgte die Anlieferung und das Auflegen der Stahlträger. Samstag und Sonntag wurden die Träger verschraubt und mit einer Schalung für die Betonfahrbahnplatte versehen.

Fristgerecht wurde die Anschlussstelle Montagmorgen ab 5.00 Uhr wieder für den Verkehr geöffnet. Die restlichen Arbeiten - wie beispielsweise der Einbau der Betonbewehrung - erfolgten in der darauffolgenden Woche, während der Verkehr unter der Arbeitsstelle wieder wie gewohnt fließen konnte.



Juni: Harte Zähne fressen sich durch den Asphalt

Bereits seit Frühjahr zeichnete sich ab, dass die Bauarbeiten zwischen dem Autobahnkreuz Mainz Süd (bei Marienborn) und der Anschlussstelle Hechtsheim schneller voran kommen, als ursprünglich vorgesehen. Bis zur Verkehrsumlegung am Wochenende 22./23. Juni liefen beide Fahrtrichtungen auf der provisorischen Südfahrbahn. Nachdem jetzt die Nordfahrbahn fertiggestellt wurde, konnte der gesamte Verkehr dorthin verlegt werden. Damit wird im Süden das Baufeld für den Weiterbau frei. Bis zur endgültigen Fertigstellung des ersten Bauabschnittes stehen den Verkehrsteilnehmern zwar weiterhin nur Behelfsfahrbahnen zur Verfügung, diese fallen aber für beide Fahrtrichtungen 65 Zentimeter breiter aus als bisher.


Nach erfolgter Verkehrsumlegung wurde in einem ersten Arbeitsschritt die provisorisch angebaute Verbreiterung und die alte Betonfahrbahn entfernt. Hierzu rückte die Baufirma mit einer gewaltigen "Kaltfräse" an. Das über 570 PS starke Monstrum fräst in einem Arbeitsgang auf zwei Metern Breite die Asphaltfahrbahn ab und lädt sie per Förderband auf bereitstehende LKW.

Der abgefräste Asphaltbelag wird später im Unterbau der neuen Fahrbahnen wieder eingebaut. So wird nicht nur Geld gespart, sondern auch die Umwelt geschont. Durch die Wiederverwertung wird kein neuer Baustoff benötigt, der per LKW über weite Strecken angefahren werden müsste. Die Reste der alten Betonfahrbahn werden ebenfalls aufbereitet und wiederverwertet.

Bestückt ist die Fräswalze mit über 160 hartmetallbesetzten "Zähnen", die sich durch bis zu 30 Zentimeter starke Asphaltschichten fressen können.

Aber auch die Daten der restlichen Maschine sind beeindruckend. Betriebsbereit bringt sie es auf ein Gewicht von mehr als 31 Tonnen und eine Länge von gut 14 Metern. Ihr Kraftstofftank fasst 1.300 Liter Diesel. Das reicht etwa für einen langen Arbeitstag, denn unter Volllast muss man mit einem Verbrauch von gut 100 Litern pro Stunde rechnen. Verlangt man von der Fräse nicht alles ab, sondern läßt es etwas geruhsamer angehen, kommt sie mit rund der Hälfte an Kraftstoff aus.

Auf die Baustelle kommt so eine große Maschine per LKW und Tieflader. Denn bei einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 5 km/h wäre der Weg von Baustellte zu Baustelle doch etwas zeitaufwendig.




September: Eine alte Autobahnbrücke muss weichen

Auch das alte Bauwerk, das die Autobahn über die städtische Max-Hufschmidt-Straße überführt, muss in Zuge des Autobahnausbaus einem neuen größeren Bauwerk weichen. Der Abriss wird nicht nur Notwendig, weil die Autobahn von vier Fahrstreifen ohne Standspur auf sechs Fahrstreifen mit Standspur erweitert wird, sondern weil auch die städtische Straße mehr Spuren erhält. Im Kreuzungspunkt mit der Autobahn bekommt sie zukünftig fünf Fahrspuren, derzeit sind es unter der Brücke nur drei.

Mit dem Neubau wird es möglich, für den starken Verkehrsstrom vom Mainz in Richtung Frankfurt, zwei Linksabbiegespuren auf der städtischen Straße anzuordnen. Die "Linksabbieger" in Fahrtrichtung Bingen bekommen eine Fahrspur, die sie mit dem Geradeausverkehr teilen. Für den durchgehenden städtischen Verkehr - Richtung Hechtsheim bzw. Weisenau - wird zukünftig je eine Fahrspur zur Verfügung stehen.

Durch die Erweiterung von drei auf fünf Fahrspuren soll die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes "A 60 / Max-Hufschmidt-Straße" erhöht werden. Das Abfließen der Fahrzeuge auf die Autobahn wird verbessert und entlastet somit auch das nachgeordnete städtische Verkehrsnetz.

Bereits seit einigen Monaten sind die Arbeiten für die Neugestaltung der Anschlussstelle Weisenau im Gang. Parallel zur alten Autobahnbrücke wurde die erste Hälfte des neuen größeren Bauwerks errichtet, über das der Autobahnverkehr seit Anfang September auf vier provisorischen Fahrspuren rollt. Damit wurde der Weg frei für den Abriss der alten Brücke.


Am Freitag, den 13. September, rückten die Bagger an. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern, begann der Abriss ab 19.00 Uhr und musste bis spätestens Montag Morgen abgeschlossen sein. Somit war für die Abrissfirma Nachtarbeit angesagt. Dank des reibungslosen Ablaufs, konnte die alte Brücke bis Samsatg Morgen fast vollständig von den mit Hydraulikhämmern bestücken Baggern zerkleinert werden.

Die insgesamt etwa 1000 Tonnen Betonbruch wurden per LKW zu einer Recycling-Anlage gefahren.


Samstag Abend war der größte Teil der Arbeit erledigt. Das Baufeld für den restlichen Teil der neuen Autobahnbrücke ist frei. Lediglich das Sandbett, das zum Schutz der Max-Hufschmidt-Straße vor herabfallenden Betonbrocken aufgeschüttet wurde, musste noch beseitigt werden. Sonntag, gegen 17.00 Uhr, war alles geschafft, die Max-Hufschmidt-Straße und die Anschlussstelle Weisenau konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.




Dezember: Zweite Hälfte der neuen Brücke über Max-Hufschmidt-Straße im Entstehen

Im September wurde die alte Autobahnbrücke über die Max-Hufschmidt-Straße an nur einem Wochenende abgebrochen. Seither sind die Arbeiter damit beschäftigt, an gleicher Stelle das neue Bauwerk zu errichten. Im Sommer wurde bereits der südliche Teil der neuen Autobahnbrücke auf provisorischen Widerlagern errichtet. Seither läuft über diesen Teil der Brücke der Autobahnverkehr auf Behelfsfahrspuren. Auf dem Foto am rechten Rand erkennbar.

Gut erkennbar auf dem Bild ist auch der nördliche Teil der neuen Autobahnbrücke, der derzeit in seiner endgültigen Lage hergestellt wird. Wenn die Witterung es zuläßt, soll dieser Teil bis Anfang März fertig sein. Dann kann der Autobahnverkehr - wiederum provisorisch - auf diese Seite verlegt werden. Im Anschluss daran, wird der bereits fertige südliche Brückenüberbau in seine endgültige Position direkt neben den anderen Überbau verschoben. Derzeit klafft auf dem Bild an dieser Stelle noch eine Lücke, durch die man den darunter fließenden Verkehr auf der Max-Hufschmidt-Straße sehen kann.

Aus dieser Persektive läßt sich gut erkennen, nach welchem Schema der Bau der neuen Brücke über die Max-Hufschmidt-Straße erfolgt: erst südlicher Brückenüberbau in provisorischer Lage, danach nördliche Hälfte am endgültigen Platz. Zum Schluss Verschieben des fertigen südlichen Überbaus in seine endgültige Lage.

Trotz des kompletten Neubaus der Autobahnbrücke kann der Verkehr, bis auf wenige kurzzeitige Ausnahmen, sowohl auf der Autobahn als auch auf der städtischen Max-Hufschmidt-Straße weiter fließen. Wenngleich sich die Verkehrsteilnehmer mit schmäleren Behelfsfahrbahnen begnügen müssen, lief der Verkehr bisher immer recht flüssig. Größere Behinderungen blieben die Ausnahme.



Dezember: Das erste Teilstück ist fast fertig

Der Ausbau des Mainzer Ringes macht sichtbare Fortschritte. Zwischen Marienborn und Hechtsheim können die Autofahrer nun schon ansatzweise erkennen, wie die A 60 in Zukunft aussehen wird. Seit dem Wochenende vom 14. auf den 15. Dezember läuft der Verkehr für beide Fahrtrichtungen auf den endgültigen Fahrbahnen. Die Zeiten, in denen sich beide Fahrtrichtungen eine schmale Behelfsfahrbahn teilen mussten, sind im ersten Bauabschnitt vorbei.

Die Fahrtrichtung Frankfurt findet ab dem Autobahnkreuz Mainz Süd drei Fahrspuren vor. Die Ausfahrt in die neue Anschlussstelle Hechtsheim West (Gewerbegebiet) ist derzeit allerdings noch mit Baken abgestellt. Kurz vor der Anschlussstelle Hechtsheim muss die dritte Fahrspur wieder eingezogen werden, da in diesem Abschnitt weiterhin nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Für die Fahrtrichtung Bingen stehen kurz hinter der Anschlussstelle Hechtsheim drei neue Fahrspuren zur Verfügung. Im Autobahnkreuz muss der dritte Fahrstreifen in die Ausfahrt Richtung B 40 (Pariser Straße) geführt werden, da im weiteren Verlauf wiederum nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Wenn die Witterung es zuläßt, werden in den nächsten Wochen noch Restarbeiten an der Beschilderung und Fahrbahnmarkierung durchgeführt. Bis Ende Januar sollen auch die restlichen Arbeiten an der städtischen Westumgehung für das Gewerbegebiet und Hechtsheim abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt steht dem Autobahnverkehr dann auch die neue Anschlussstelle Hechtsheim West zur Verfügung.